Bereits zu Habsburgerzeiten, im Jahr 1856, wurde erstmals eine Musikkapelle in Jenesien erwähnt. Von dieser Kapelle sind jedoch wenig Unterlagen vorhanden. Es gab zwar bald nach dem Faschismus eine Musikkapelle in Jenesien, diese ging jedoch rasch auseinander. Aus den jüngsten Mitgliedern dieser Kapelle organisierte sich wenig später, im Jahr 1958, die "Jugendkapelle Jenesien". Das Alter der Musikanten dieser Kapelle reichte von 12 bis 23 Jahren. Diese Kapelle fand im Dorf zwar Großteils Zustimmung, traf aber auch, besonders in den Reihen der Mitglieder der ehemaligen Musikkapelle, auf erbitterten Widerstand. Die Instrumente und die Trachten wurden z.T. von der Kapelle und z.T. auch von den Musikanten selbst gekauft. Der Obmann dieser Jugendkapelle war Herr Karl Egater, der damalige Gemeindesekretär von Jenesien.
1959 wurde der damalige Gemeindearzt von Jenesien, Herr Dr. Richard Linter zum Obmann der Kapelle gewählt. Er galt als ein wichtiges Standbein der Kapelle und verstand es, selbst in Krisenzeiten die Kapelle zusammenzuhalten und ein Fortbestehen zu garantieren. Er musste 1966 sein Amt berufsbedingt zurücklegen. Auf ihn folgte Obmann Alois Egger. Nach wenigen Monaten trat dieser zurück, auf ihn folgte Franz Gasser.
1967 wurde wahr, was viele befürchtet hatten, als Obmann Dr. Linter seinen Rücktritt bekanntgegeben hatte: Aufgrund von mangelndem Interesse der Musikanten wurde die Kapelle aufgelöst.
Nach mehreren vergeblichen Versuchen wurde der Verein nach dreijähriger Pause wiedergegründet. Besondere Drahtzieher damals waren August Rungaldier und Josef Lamprecht. Obmann der neugegründeten Kapelle, welche sich von nun an "Musikkapelle Jenesien" nannte, war Johann Weithaler, selbst kein aktiver Musikant. Kapellmeister dieser Kapelle war wiederum Helmuth Schenk. 1974 trat Johann Weithaler als Obmann zurück, es folgte August Rungaldier. 1975 wurde Hans Knoll als Kapellmeister verpflichtet. Als dieser 1978 unverhofft zurücktrat, übernahm Karl Kaserer für kurze Zeit die Kapelle. Noch im selben Jahr folgte Sepp Pfitscher als Kapellmeister, welcher 1980 vom Musikanten Karl Egger abgelöst wurde. Obwohl dieser anfangs nur vorläufig dieses Amt übernehmen wollte, blieb er 20 (!) Jahre lang, bis Ostern 2000, Kapellmeister. Er verstand es, die Musikanten zu motivieren und das musikalische Niveau zu steigern. In dieser Zeit kam es dann zu einem Wechsel an der Ausschussspitze. 1991 löste Karl Unterkofler den damaligen Obmann August Rungaldier ab. Er blieb bis zum Jahr 2000 im Amt. Auf ihn folgte Markus Klammsteiner, der bis Jänner 2010 an der Spitze der Musikkapelle Jenesien stand. Seit dem 14. Jänner 2010 steht nun der junge Klarinettist Thomas Wieser als Nachfolger von Markus Klammsteiner fest. Er wird die Musikkapelle von nun an mit viel Schwung und Freude als Obmann leiten.
Ab Ostern 2000 leitete Stefan Geier die Kapelle, auf den im Herbst 2001 Hans Knoll folgte. Die Zusammenarbeit fand im Frühjahr 2005 ein Ende. Daraufhin hat der Kapellmeisterstellvertreter Helmut Mair vorübergehend das Amt übernommen bis Georg Sedlak ihn im Jubiläumsjahr 2006 ablöste. Seit November 2006 leitet nun unser langjähriger Schlagzeuger Werner Mair die Musikkapelle Jenesien.
| 1958 - 1959 | Josef Trenner | |
| 1959 - 1962 | Josef Christanell | |
| 1962 - 1963 | Helmuth Schenk | |
| 1936 - 1964 | Josef Zelger | |
| 1964 - 1967 | Franz Rieder | |
| 1970 - 1975 | Helmuth Schenk | |
| 1975 - 1978 | Hans Knoll | |
| 1978 | Karl Kaserer | |
| 1978 - 1980 | Sepp Pfitscher | |
| 1980 - 2000 | Karl Egger | |
| 2000 - 2001 | Stefan Geier | |
| 2001 - 2005 | Hans Knoll | |
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2005 |
Helmut Mair |
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2006 |
Georg Sedlak |
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Seit 2006 |
Werner Mair |
| 1958 - 1959 | Karl Egater |
| 1959 - 1966 | Dr. Richard Linter |
| 1966 | Alois Egger |
| 1966 - 1967 | Franz Gasser |
| 1964 - 1967 | Franz Rieder |
| 1970 - 1974 | Johann Weithaler |
| 1974 - 1991 | August Rungaldier |
| 1991 - 2000 | Karl Unterkofler |
| 2000 - 2010 | Markus Klammsteiner |
| 2010 - | Thomas Wieser |